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GEG GebäudeEnergieGesetz: Hintergünde
GEG-Start | Nachrichten | > 11.10.2017

Technologieoffenheit und Energiewende

Stellungnahmen zu den gebäudebezogenen Aspekten des Zwischenfazits der dena-Leitstudie: Empfehlungen zu den Koalitionsverhandlungen für die neue Bundesregierung

Foto: © PhotographyByMK - Fotolia.com


Kurzinfo: Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat mit wissenschaftlichen Gutachtern und über 50 Unternehmen und Wirtschaftsverbänden eine Leitstudie erarbeitet. Das erste Zwischen-Fazit lautet: Deutschland kann seine CO2-Emissionen bis im Jahr 2050 um bis zu 90 Prozent reduzieren, wenn heute bekannte Technologien in einem ambitionierten Transformationspfad optimal genutzt werden. Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen müsste dafür bereits in der neuen Legislaturperiode darauf ausgerichtet werden, dass sich Klimaschutztechnologien auf dem Markt beweisen könnten.
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dena: Leitstudie Integrierte Energiewende – ein Zwischenfazit (pdf)

In Bezug auf Gebäude lautet das Zwischenfazit der Studie: Technologieoffenheit erhalten, um eine kosteneffiziente Energiewende im Gebäudebereich zu ermöglichen. Zentrale Bedeutung und Heterogenität des Gebäudesektors anerkennen und Investitionen anreizen. Heizwärmebedarf des Gebäudesektors senken. Wir haben die Vertreter wichtiger Marktakteure gefragt, was Sie dazu meinen:

Aufzählung

Zwischenbericht der dena-Leitstudie

Aufzählung

Bundesingenieurkammer

Aufzählung

BuVEG - Gebäudehülle

Aufzählung

DEPV - Energieholz und Pellet

Aufzählung

GIH - Gebäudeenergieberater

Aufzählung

NABU - Naturschutzbund

Aufzählung

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1. Zwischenbericht  zur dena-Leitstudie

Andreas Kuhlmann, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung

Bild 1: Andreas Kuhlmann, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, stellte den Zwischenbericht in Berlin vor.                                           © Foto: www.dena.de

"Energiewende ist machbar, wenn wir sie entschlossen,
technologieoffen und im breiten Dialog angehen. Genau hier setzen wir mit unserer Studie an. Wir bringen alle Branchen und Sektoren an einen Tisch: Energieerzeugung und -verteilung, Gebäude, Industrie, Mobilität. Gemeinsam erarbeiten wir praxisnahe und zielorientierte Transformationspfade. Die Leitstudie der dena ist ein Angebot an die Politik, die auch aus Sicht von Unternehmen bestmöglichen Transformationspfade zu identifizieren und möglich zu machen. Bereits jetzt zeichnet sich deutlich ab, dass wir am besten fahren, wenn wir die richtigen Voraussetzungen für Wettbewerb und Innovationen schaffen. Szenarien, die auf einen Technologiemix setzen, zeigen sich in der dena-Leitstudie wirtschaftlicher und robuster als solche, die einseitig auf einen hohen Grad an Elektrifizierung setzen. Dabei
brauchen wir langfristig planbare Anreize für Energieeffizienz und CO2-Vermeidung, die durch eine grundlegende Reform des bestehenden Systems an Steuern, Abgaben und Umlagen erreicht werden müssen. Die Politik hat es in der Hand, in den bevorstehenden
Koalitionsverhandlungen die Weichen für einen solchen Kurs zu stellen."

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2. BIngK-Stellungnahme: Technologieoffenheit aus der Sicht der Bundesingenieurkammer

Diplom-Ingenieur Michael Gunter, Vorsitzender des Arbeitskreises Energieeffizienz bei der Bundesingenieurkammer, Berlin.

Diplom-Ingenieur Michael Gunter, Vorsitzender des Arbeitskreises Energieeffizienz bei der Bundesingenieurkammer, Berlin.                  © Foto: BIngK www.bingk.de

"Aus Sicht der Ingenieure ist es unverzichtbar, dass neue Technologien durch entsprechende Förderungen und durch ingenieurmäßige Planung in die Neubau- und Sanierungspraxis Einzug halten. Dabei spielen nicht einzelne Technologien die maßgebende Rolle, sondern vielmehr der Mix aus einer Vielzahl anpassungswürdiger und im Einzelfall effizienter Lösungen. Dazu sind eine Stärkung der Energieforschung und die Förderung der Umsetzung neuer Technologien und Konzepte erforderlich. Auf einseitige Fördermaßnahmen sollte dabei verzichtet werden. Für eine erfolgreiche Energiewende ist es notwendig, auf viele verschiedene Technologien wie Biomasse, Wärmepumpen, Solarthermie etc. zu setzen. Zusätzlich sollten verstärkt quartiersbezogene alternative Versorgungssysteme in die Planungsprozesse einbezogen werden. In der Übergangsphase ist vorzugsweise regenerativ, vorwiegend aus Abfallstoffen erzeugtes Biogas und Solarthermie einzusetzen. Dies ist durch einheimische Pflanzenstoffe, die nicht in Konkurrenz zur Agrarwirtschaft stehen, sowie durch PV-Anlagen, die schon ihre grundsätzliche Wirtschaftlichkeit erreicht haben und keine weitere Bezuschussung benötigen, zu ergänzen. Daneben kann es heute kaum noch Zweifel darüber geben, dass erneuerbare Energien einen fundamentalen Beitrag zur Energieversorgung leisten müssen, um der Ressourcenknappheit und dem Klimawandel begegnen zu können."

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3. BuVEG-Stellungnahme: Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energieeffiziente Gebäudehülle (BUVEG)

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energieeffiziente Gebäudehülle (BUVEG).                                           © Foto: www.buveg.de

"Die Gebäudehülle spielt in allen vorgestellten Szenarien eine wesentliche Rolle. Das ist ein wichtiges Ergebnis des Zwischenstands der Leitstudie.

Damit die Hülle dieser Rolle auch gerecht werden kann, muss die neue Bundesregierung Anreize schaffen, um entsprechende Investitionen zu tätigen. Dies ginge am wirkungsvollsten mit einer steuerlichen Förderung. Eine solche Förderung muss drei Kriterien erfüllen. Sie muss möglichst einfach sein. Sie muss in Zusammenarbeit mit Energieberatern eine hohe Qualität gewährleisten. Und sie muss Mitnahmeeffekte verhindern.

Wir brauchen deutlich mehr energetisch hochwertige Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle. Sonst wird Deutschland weder den Umstieg auf Erneuerbare Energien schaffen, noch die CO2-Einsparziele erreichen."

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4. DEPV-Stellungnahme: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.

Jens Dörschel Referent Politik und Umwelt, DEPV, Berlin

Jens Dörschel Referent Politik und Umwelt, Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e. V. (DEPV), Berlin.                              © Foto: DEPV www.depv.de

"Aus Sicht des DEPV ist es richtig, die Wärmeversorgung zukünftig nicht allein über Strom zu gewährleisten. Denn in der Tat sind die Anforderungen im Gebäudesektor sehr heterogen. Allerdings darf Technologieoffenheit aus klimapolitischer Sicht nicht mit Brennstoffoffenheit verwechselt werden. Technologieoffenheit darf auch nicht heißen, dass Öl- und Gas-Brennwertheizungen weiter staatlich gefördert werden – dies würde den klimapolitisch notwendigen Ausbau Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt behindern. Außerdem ist es nicht richtig, Technologien zu fördern, die wie Öl- und Gas-Brennwertheizungen über einen Marktanteil von über 75 Prozent verfügen und weniger Investitionen erfordern als der Umstieg auf Erneuerbare Energien."

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5. GIH-Stellungnahme: Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker

Jürgen Leppig, Vorsitzender, Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker, GIH, Berlin.

Jürgen Leppig, Vorsitzender, Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker, GIH, Berlin. © Foto: GIH www.gih.de

"Der GIH begrüßt und unterstützt die dena-Leitstudie. Nur durch eine intelligente Beteiligung und Kombination aller relevanten Sektoren können unsere Klimaschutzziele erreicht werden. Der GIH tritt schon seit langem für eine Technologieoffenheit im Gebäudesektor ein und steht somit hinter den genannten dena-Positionen im Hinblick auf eine kosteneffiziente Energiewende. Die Verbesserung der Anreize für Investitionen in energetische Gebäudesanierungen ist ebenfalls eine zentrale Forderung des GIH. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass trotz der Heterogenität der berühmte Förderdschungel gelichtet werden muss. Nur einfache, verständliche und beständige Förderprogramme werden uns den gesteckten Klimazielen näher bringen. Daher tritt der GIH seit langer Zeit für einen One-Stop-Shop ein, so dass der Kunde eine Anlaufstelle für alle Förderungen hat. Der GIH begrüßt, dass dieser Ansatz im Wirtschaftsministerium in der sogenannten Förderstrategie umgesetzt wird, weist aber darauf hin, dass diese Plattform nicht nur zur Information sondern auch für Anträge der Förderprogramme geschaffen werden sollte. Auch die energetische Betrachtung von Gebäudehülle und Technik – selbstverständlich unter Einbeziehung erneuerbarer Energien – ist eine zentrale GIH-Forderung. Nur durch diesen integrativen Ansatz kann der Heizwärmebedarf effektiv gesenkt werden. Ebenso sind die in der Studie genannten Aspekte wie steuerliche Anreize, Sozialverträglichkeit oder Versorgungssicherheit langjährige GIH-Forderungen."

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6. NABU-Stellungnahme: Naturschutzbund Deutschland e.V.

Danny Püschel, Referent für Gebäude- und Energieeffizienz, Naturschutzbund

Danny Püschel, Referent für Gebäude- und Energieeffizienz, Naturschutzbund
Deutschland, e.V. (NABU), Berlin. © Foto: NABU www.nabu.de

"Der NABU begrüßt das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes 2050.
Neben den volks- und betriebswirtschaftlichen Aspekten müssen dabei auch die natur- umwelt- und klimapolitischen Aspekte volle Berücksichtigung finden.
Digitalisierung, klimaschützende Technologieoffenheit, effektive Energieeffizienz und die 100-prozentige Nutzung naturverträglicher erneuerbarer Energien bilden dabei das Fundament eines klimaneutralen Gebäudebestandes.
Technologieoffenheit ist wichtig, aber kein Selbstzweck! Eine technologieoffene Entwicklung des Gebäudebestandes muss immer den Anforderungen des Klimaschutzes genügen. Das soll heißen, dass nur solche Technologien zu verwenden sind, die einen effektiven und signifikanten Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen leisten. Dabei ist aus Umweltschutzsicht zwingend zu berücksichtigen, dass die zur Gebäudetemperierung verwendeten erneuerbaren Energieformen naturverträglich erzeugt werden. Wenn diesem Anspruch Genüge getan wird, ist es letztlich egal, ob die Gebäudetemperierung durch elektrische, thermische oder sonstige Energieformen ermöglicht wird - es kommt auf den effizienten Einsatz und die naturverträgliche Erzeugung und Bereitstellung an.
Grade im Gebäudesektor muss aber darauf geachtet werden, dass es durch die Fokussierung auf die Nutzungsphase zu keiner Verlagerung der Umwelt- und Klimawirkung auf andere Lebenszyklusabschnitte kommt. Für einen effektiven Klimaschutz müssen alle Betrachtungen immer im gesamten Lebenszyklus gemacht und auch bewertet werden."

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Melita Tuschinski, Dipl.-Ing. UT Austin, Freie Architektin, Stuttgart