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Klimaschutzgesetz für Gebäude
GEG-Start | Nachrichten | > 30.05.2019

Auf dem Weg zu klimaneutralem Neubau und Bestand

Klimaschutzgesetz (KSG): Aktuelle Vorschläge, Ergebnisse und Reaktionen aus Politik und Wirtschaft zur Sitzung des Klimakabinetts

Foto: © bluedesign - Fotolia.com


Kurzinfo: Letzte Woche erfreuten sich die Vorträge zum Klimaschutzgesetz (KSG) auf den "Berliner Energietagen 2019" eines regen Interesses. Wir berichten kurz dazu. Diese Woche war es dann am Mittwoch soweit: Das hochrangige Klimakabinett der Bundesregierung traf sich zum zweiten Mal. Im Vorfeld dazu kamen etliche Vorschläge aus der Bauwirtschaft. Doch in der Sitzung schob man die Entscheidungen "auf die lange Bank" und vertröstet auf die Zeit nach der Sommerpause, wann es zunächst wieder grundsätzlich weitergehen soll. Prompt kamen auch kritische Reaktionen aus Politik und Wirtschaft von denen wir einiges zitieren:

Aufzählung

Bericht von den Berliner Energietagen 2019

Aufzählung

Ergebnisse des zweiten Treffens des Klimakabinetts

Aufzählung

Vorschläge und Reaktionen zur Klimakabinett-Sitzung
-
BEE: Bundesregierung muss jetzt liefern
- Biogasrat+ fordert mehr Tempo beim Klimaschutz
- CDU/CSU: Schicksalsjahr für die Klimaschutzpolitik
- GdW schlägt vorab 23 Sofortmaßnahmen vor

- Bündnis 90/Die Grünen bedauert Handlungsdefizit

 

Aufzählung

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1. Bericht von den Berliner Energietagen 2019

Bundesumweltministerin Svenja Schulze.
Bild 1: Bundesumweltministerin Svenja Schulze.
© Foto: M. Tuschinski / EnEV-online.de

Berlin 20.05.2019 - Aus der Rede von Bundesumweltministerin Svenja Schulze zum Gebäudebereich:

"Der Gebäudebereich hat lange Zeit noch recht vielversprechend ausgesehen. Doch das hat sich geändert. Es wird mehr gebaut, und die Effizienzpotenziale in Neubau und Sanierung werden nicht ausgeschöpft. Hinzu kommt, dass die Steuerung schwierig ist, weil vielerorts zu wenige Informationen zum energetischen Zustand von Gebäuden vorhanden oder zugänglich sind.

Der Gebäudesektor braucht deshalb ein Bündel von Maßnahmen, um auf den richtigen Weg zu kommen: ökonomische Lenkungsinstrumente, Förderung und Beratung, die Schaffung einer besseren Datengrundlage und auch den gezielten Einsatz von Ordnungsrecht. Diese Instrumente müssen aufeinander abgestimmt und sozial verträglich sein. Ich möchte kein Instrument von vornherein ausschließen.

Mir ist bewusst, dass einige enttäuscht sind, dass die Bundesregierung noch keine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung aufgelegt hat. Ich setze mich für eine Einführung ein, bin aber überzeugt, dass die steuerliche Förderung kein Allheilmittel ist. Manchmal wird dieser Eindruck leider erweckt.

Auch hier kommt es auf die Ausgestaltung an und darauf, dass dieses Instrument sinnvoll in ein Bündel von Maßnahmen eingebettet ist. Daher bin ich auf die Maßnahmenvorschläge des Bundesbauministeriums und – auch hier – des Bundeswirtschaftsministeriums gespannt.

Klimakabinett

In wenigen Tagen kommt das Klimakabinett der Bundesregierung zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Dann müssen diese Vorschläge auf dem Tisch liegen – genauso wie die Vorschläge aus dem Verkehrsressort und dem Landwirtschaftsministerium.

Mit der Einrichtung des Klimakabinetts übernehmen jetzt alle betroffenen Ressorts die Verantwortung für den Klimaschutz. Das ist auch notwendig, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Denn für die erfolgreiche Transformation zu einer CO2-neutralen Gesellschaft und Wirtschaft werden alle Bereiche gebraucht.

Das Klimakabinett soll alle notwendigen Regierungsentscheidungen vorbereiten, damit das Klimaziel 2030 erreicht wird. Dazu gehören aus meiner Sicht das von mir bereits vorgeschlagene Klimaschutzgesetz, das Maßnahmenprogramm 2030, das Kohleausstiegsgesetz und ein CO2-Preis.

 Klimaschutzgesetz

Das Klimaschutzgesetz bildet den organisatorischen Rahmen für alle weiteren Schritte im Klimaschutz bis 2050. Es hat eine lenkende Funktion nach innen. Es dient dazu, Planbarkeit und Transparenz herzustellen und das Verursacherprinzip zu stärken. Es ist außerdem in weiten Teilen die Umsetzung der EU-Klimaschutzverordnung, in der sich jeder Mitgliedsstaat dazu verpflichtet hat, nach seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten Treibhausgase einzusparen ("effort sharing").

Es sieht auch Regelungen zum Monitoring vor. So wie das auch in jedem großen Wirtschaftsunternehmen der Fall ist: Es gibt Zielvorgaben und deren Erreichung wird überprüft. Das schafft Transparenz und Verlässlichkeit.

Maßnahmenprogramm

Das ergänzende Maßnahmenprogramm 2030 muss alle nötigen Schritte enthalten, mit denen Deutschland das Klimaziel erreichen kann. Auch dieses Gesetz muss noch 2019 im Kern stehen. Denn Deutschland hat bis Jahresende seinen „Nationalen Energie- und Klimaplan“ (NECP) an die Europäische Kommission zu übermitteln."

| BMU: Meldung zum Entwurf des KSG
| EnEV-online: Klimaschutzgesetz (KSG 2019) für Gebäude

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2. Klimakabinett: Ergebnisse der zweiten Sitzung

Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).
Bild 2: Am Mittwoch, den 29. Mai 2019, tagte das Klimakabinett der Bundesregierung zum zweiten Mal.
© Foto: Orlando Florin Rosu - Fotolia.com

Berlin, 29. Mai 2019. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilte zur zweiten Sitzung des Kabinettausschusses Klimaschutz mit:

"Der Kabinettausschuss Klimaschutz hat sich heute zu seiner zweiten Sitzung getroffen.

Die Bundesregierung bekräftigt ihre Absicht sicherzustellen, dass Deutschland die Klimaziele 2030, auf die es sich international verpflichtet hat, einhält. Das bedeutet Jahr für Jahr deutliche zusätzliche CO2-Reduktionen. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels sieht sie darin einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Dabei leitet die Bundesregierung das Ziel, eine sehr ehrgeizige Reduktion der Treibhausgase im Einklang mit Wohlstand, sozialer Sicherheit und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit im gesellschaftlichen Konsens zu erreichen. Das konsensuale Ergebnis der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" zum Ausstieg aus der Kohleverstromung unter Beteilung aller Betroffenen ist dafür ein hervorragendes Beispiel.

Die Bundesregierung hat heute in einer ersten Runde über geeignete zusätzliche Maßnahmen in allen Sektoren beraten, die wesentlich zum CO2-Ausstoß beitragen. Das sind insbesondere die Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr, Industrie, Land- und Forstwirtschaft sowie die Abfallwirtschaft. Auf der Grundlage der heutigen Beratungen werden die Vorschläge weiter konkretisiert und die nötigen Entscheidungen vorbereitet.

Als nächsten Schritt wird das Klimakabinett sich auf der Grundlage von derzeit in Erarbeitung befindlichen Gutachten im Juli mit der Fragestellung einer CO2-Bepreisung befassen.

Im September wird die Bundesregierung die Grundsatzentscheidung über die Gesetze und Maßnahmen treffen und bis Jahresende im Kabinett verabschieden."

Weitere Informationen: www.bundesregierung.de

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3. Vorschläge und Reaktionen zum Klimakabinett

BEE fordert: Bundesregierung muss jetzt liefern – technische Lösungen sind vorhanden
 

Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE)

Bild 3: Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).
© Foto: BEE - www.bee-ev.de

Berlin 29.05.2019 "Das Klimakabinett muss nun zügig konkrete Maßnahmen auf den Tisch legen, damit die Weichen für das Erreichen der Klimaziele 2030 gestellt werden", sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) anlässlich des heute tagenden Klimakabinetts. Hierzu sei deutlich mehr Engagement aller Bereiche erforderlich. "Die Bundesregierung muss jetzt liefern."

Der Entwurf aus dem Bundesumweltministerium dürfe jetzt nicht verwässert werden. Alle Ressorts hätten sich zur Einhaltung der im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Klimaziele verpflichtet. Nun sei es die Aufgabe des Klimakabinetts, die Emissionsminderungen präzise und verbindlich zu beschreiben. „Ein klimafreundlicher Verkehr, eine emissionsarme Strom- und Wärmeversorgung sowie die intelligente Kopplung der Sektoren bilden den Rahmen für effektiven Klimaschutz. Ihn mit konkreten Maßnahmen zu füllen, ist Aufgabe der Politik." Die Erneuerbare-Energien-Branche hätte hierzu eine große Bandbreite sauberer Technologien entwickelt - leistungsstark und vielfach bereits wettbewerbsfähig -, die jetzt einsetzbar seien. "Die Bundesregierung kann diese aufgreifen, um die eigenen Ziele zu erreichen."

Um schnell Fortschritte beim Klimaschutz zu erreichen und gleichzeitig der Industrie einen stabilen Rahmen zu geben, müsse das 65-Prozent-Ziel im Strombereich mit zeitlich definierten Ausbaupfaden für die einzelnen Erneuerbare Energien unterlegt werden. Der BEE hätte dafür jüngst ein Szenario vorgelegt. Um ausreichend Ausschreibungsvolumina bei Windenergie an Land zu generieren, sei durch ein entsprechendes Raumordnungs- und Planungsbeschleunigungsgesetz eine Flächenkulisse von zwei Prozent notwendig. Für Offshore-Wind biete eine Erhöhung der Ausbauziele auf 20 Gigawatt (GW) bis 2030 den notwendigen Rahmen. Pro Jahr sollten 10 GW Photovoltaik neu installiert werden, dazu müssten der 52-GW-Ausbaudeckel sowie weitere Marktbarrieren schnellstmöglich abgebaut werden. Die Festlegung von Ausschreibungsvolumina im EEG sowie weitere Verbesserungen im Ausschreibungsdesign sei für Bioenergieanlagen essentiell, um den Rückbau tausender Anlagen abzumildern. Längere Realisierungsfristen würden speziell im Holzbereich sowie bei Abfall- und Reststoffanlagen zudem neue Projekte zulassen. Für die kleine Wasserkraft solle die ökologische Modernisierung der Anlagen gefördert und eine neue Vergütungsstufe für Anlagen bis 150 kW Leistung eingeführt werden.

Eine CO2-Bepreisung im Strom- und Wärmesektor würde darüber hinaus schnell Dynamik in die Emissionseinsparung bringen, da es den klimaschädigenden CO2-Ausstoß mit Kosten belege und stattdessen saubere Energieträger sowie Energiesparen belohne. Für einen sozialen Ausgleich sei zu sorgen, auch dafür lägen bereits verschiedene Konzepte, unter anderem vom BEE, auf dem Tisch. Zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudebereich würde ein Gebäudeenergiegesetz benötigt, das ambitionierte Standards und steuerliche Anreize setze. Im Verkehrsbereich müssten alternative Antriebe und erneuerbare Kraftstoffe gegenüber fossilen eine klare Bevorzugung erhalten und der Ausstieg aus dem mit fossilen Kraftstoffen betriebenen Verbrennungsmotor bis 2030 beschlossen werden. "Deutschland hat eine starke, leistungsfähige Industrie und ist innovationsstark. Beste Voraussetzungen, um wieder Vorreiter beim Klimaschutz zu werden."

Weitere Informationen: www.bee-ev.de

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Biogasrat+ fordert mehr Tempo beim Klimaschutz
 

Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V.

Bild 4: Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V.
© Foto: Biogasrat+ e. V.

Berlin 29.05.2019 Klimakabinett muss vorhandene Klimaschutzoptionen nutzen – Bundesumweltministerium in der Pflicht.
Am heutigen Mittwoch wird sich das Klimakabinett der Bundesregierung mit dem Maßnahmenpaket für den künftigen Klimaschutz in Deutschland befassen. „Mit Blick auf die dringend notwendige Gestaltung einer konsistenten und sektorenübergreifenden Klimapolitik, fällt die Bilanz der Bundesregierung bislang katastrophal aus“, kritisiert Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V. den fehlenden Ehrgeiz der Bundesregierung, die eigenen Klimaschutzziele zu erreichen. „Ambitionierte Zielvorgaben und anspruchsvolle Pläne zur Einsparung von Treibhausgasemissionen allein reichen nicht aus“, so Hochi. Insbesondere mit Blick auf die hohen Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor mit rund 162 Millionen Tonnen CO2-eq. in 2018 sei dringender Handlungsbedarf geboten.

Hier sieht der Biogasrat+ e.V. aber nicht allein das Bundesverkehrsministerium in der Pflicht: „Wir fordern die Bundesumweltministerin auf, die politische Verantwortung und Federführung ihres Hauses bei der Treibhausgasminderung im Verkehrssektor auch aktiv wahrzunehmen“, so Hochi. Mit der Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote im Kraftstoffsektor habe das Bundesumweltministerium einen wirksamen Hebel für sofortigen Klimaschutz im Verkehrssektor in der Hand. Die Treibhausgasminderungsquote verpflichte die Mineralölunternehmen als Inverkehrbringer von Kraftstoffen, die Treibhausgasemissionen, die bei der Nutzung der Kraftstoffe entstehen, kontinuierlich zu reduzieren. „Die Treibhausgas-Minderungsquote ist jedoch mit aktuell 4 Prozent und 6 Prozent ab 2020 viel zu niedrig, um für wirksamen Klimaschutz im Verkehrssektor zu sorgen“, erklärt Hochi. Zumal insbesondere erneuerbare Kraftstoffe wie Biomethan von Jahr zu Jahr immer mehr Treibhausgase einsparen würden, mit der Folge, dass die Mineralölunternehmen immer weniger erneuerbare Kraftstoffe nutzen müssten, um ihre Treibhausgasminderungsquote zu erfüllen. „Mit einer durchschnittlichen Einsparung von 91 Prozent der CO2-Emissionen ist Bio-CNG der Spitzenreiter unter allen alternativen Kraftstoffoptionen und er ist sofort in relevanten Mengen verfügbar und in etablierter Motorentechnik nutzbar“, betont Hochi.

Der Biogasrat+ e.V. appelliert daher an die Bundesumweltministerin, umgehend für mehr Klimaschutz und erneuerbare Energien im Verkehrssektor zu sorgen: „Für eine deutliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen brauchen wir mehr erneuerbare Energien und eine stetige Marktentwicklung im Kraftstoffsektor, d.h. ab 2021 eine ambitionierte, jährliche Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote im Kraftstoffsektor auf 20 Prozent bis 2030 und eine Unterquote für fortschrittliche Kraftstoffe ab 2020 von mindestens 0,3 Prozent."

Weitere Informationen: www.biogasrat.de

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CDU/CSU: Schicksalsjahr für die Klimaschutzpolitik

Dr. Anja Weisgerber, Beauftragte für Klimaschutz der CDU/CSU Fraktion im Bundestag.

Bild 5: Dr. Anja Weisgerber, Beauftragte für Klimaschutz der CDU/CSU Fraktion im Bundestag.
© Foto: Tobias Koch | Creative Commons-Lizenz CC BY-ND-4.0

Berlin 29.05.2019 Schicksalsjahr für die Klimaschutzpolitik - Wir bringen konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduzierung in allen Sektoren auf den Weg

Das Klimakabinett unter der Leitung der Bundeskanzlerin tagt am heutigen Mittwoch zum zweiten Mal. Dazu erklärt die Beauftragte der CDU/CSU-Fraktion für Klimaschutz, Anja Weisgerber: „Wir gehen den Klimaschutz konkret an. Das bedeutet, dass wir sehr viele Maßnahmen zur CO2-Reduzierung in allen Sektoren auf den Weg bringen. Im Klimakabinett kommen wir heute einen großen Schritt voran. Denn die zuständigen Fachminister stellen ihre Maßnahmen vor, mit denen CO2 eingespart wird. Diese Maßnahmen fließen alle in ein umfassendes Klimaschutz-Gesetzgebungspaket ein, das es dieser Form noch nicht gegeben hat. Damit stellen wir ganz konkret die Weichen für mehr Klimaschutz – vor allem über technologische Lösungen zur CO2-Einsparung. Das bringt auch Chancen für Wirtschaft und Arbeitsplätze mit sich. Alle notwendigen Gesetzesänderungen müssen so schnell wie möglich kommen. Da wird unsere Fraktion nicht lockerlassen. Denn dieses Jahr ist das Schicksalsjahr für die Klimaschutzpolitik.

Besonders erfreulich ist, dass Bundesbauminister Horst Seehofer angekündigt hat, die energetische Gebäudesanierung zu fördern. Damit haben Eigentümer steuerliche Vorteile, die ihr Haus klimafreundlich sanieren. Das haben wir die ganze Zeit gefordert. Dieses Gesetz muss jetzt kommen und die Bundesländer müssen zustimmen.

Dies ist nur ein Beispiel für die notwendigen Maßnahmen in allen Sektoren. Für uns ist wichtig, dass das Gesamtkonzept technologieoffen ist und Anreize für Innovationen enthält. Am Ende wird Bundesfinanzminister Olaf Scholz zeigen müssen, wie ernst er es meint mit dem Klimaschutz. Denn er muss die notwendigen finanziellen Mittel zur Umsetzung der Maßnahmen zur Verfügung stellen."

Weitere Informationen: www.cducsu.de

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GdW schlägt vorab 23 Sofortmaßnahmen vor

Axel Gedaschko, Präsident des GdW

Bild 6: Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V..
© Foto: GdW / Nils Hasenau

Berlin 28.05.2019 Klimaschutz bei Gebäuden: 23 schnell umsetzbare Maßnahmenvorschläge und einige mittelfristige Ideen. "Wir stehen an einem klimapolitischen Wendepunkt", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, anlässlich der kommenden Sitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung. "Mit einem 'Weiter so' bei den Rahmenbedingungen ist das Herstellen eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 keinesfalls erreichbar. Deshalb muss dringend umgesteuert werden. Die konkret notwendigen Sofortmaßnahmen legen wir heute vor."

Die Wohnungswirtschaft stecke in einem schwierigen Dilemma: Sie habe beim Klimaschutz enorm viel erreicht und sowohl den Endenergieverbrauch ihrer Gebäude seit 1990 um ein Drittel als auch den Treibhausgasausstoß um fast zwei Drittel gesenkt. Um dem Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 näher zu kommen, müsste sie jedoch noch viel mehr investieren – und gleichzeitig sollen die Mieten bezahlbar bleiben. Diese Rechnung ginge aber in immer mehr Fällen zu Lasten der Mieter oder Vermieter nicht mehr auf. "Ein klimapolitisches Umdenken ist unausweichlich, sonst wird die Energiewende im Gebäudebereich zum sozialen Problemfall", so Gedaschko.

Was geschehen müsse: Hindernisse für die Nutzung erneuerbarer Energien im Wohnquartier müssten aus dem Weg geräumt und Investitionen in den Klimaschutz massiv unterstützt werden. Es gelte, jetzt die Weichen für eine sozial verträgliche Gestaltung der Energiewende beim Wohnen anhand der 23 Maßnahmen richtig zu stellen.

Immer häufiger könnten die Klimaschutzziele sozialpolitisch nur erreicht werden, wenn neben begrenzten Investitionen in das Gebäude die Art und Weise der Erzeugung der verbrauchten Energie entweder auf klimaneutrale, dezentrale Anwendungen umgestellt werden – oder aber erneuerbare Energieträger genutzt würden. Nur dieser Mix sei für den Endkunden in den Bestandsgebäuden leistbar.

Daher müssten für die dezentrale Energieerzeugung im Quartier dringend alle Bremsen gelöst werden. Wohnungsunternehmen, die Strom aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) lokal erzeugen wollen, würden gravierend steuerlich benachteiligt. Sobald sie den erzeugten Strom ins allgemeine Netz einspeisten oder den Mietern zur Verfügung stellten, würde die eigentlich gewerbesteuerbefreite Vermietungstätigkeit gewerbesteuerpflichtig. Das Gewerbesteuergesetz müsste hier dringend angepasst werden, um Mieterstrom endlich zu ermöglichen.

Die Einführung einer Investitionszulage für Maßnahmen zur energetischen Modernisierung von Gebäuden wäre einfach und würde geringe Hürden für Unternehmen und Personen aufweisen, die energiesparende und treibhausgasmindernde Maßnahmen umsetzen wollten.

Zudem solle ein KfW-Förderprogramm eingeführt werden, das auf CO2-Vermeidung und Endenergieeinsprung ausgerichtet sei. So würde das Ziel konsequent verfolgt, das Klimaschutzsystem im Gebäudebereich auf die Vermeidung von Treibhausgasen umzustellen.

Alle vorgeschlagenen 23 Sofortmaßnahmen der Wohnungswirtschaft für Klimaschutz im Gebäudebereich hat der GdW in einer Pdf-Broschüre zusammengefasst:

GdW kompakt: Was genau wird gebraucht, damit es beim Klimaschutz im Gebäudesektor vorangeht? 23 schnell umsetzbare Maßnahmenvorschläge und einige mittelfristige Ideen. Stand: 23. Mai 2019

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Bündnis 90/Die Grünen bedauert, dass Klimaschutz nur schleppend vorankommt

Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag

Bild 7: Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag.
© Foto: www.gruene-bundestag.de

Berlin 28.05.2019 Es ist bedauerlich, dass die Bundesregierung nur so schleppend beim Klimaschutz vorankommt.

Zur heutigen Sitzung des Klimakabinetts erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender: "Es ist bedauerlich, dass die Bundesregierung nur so schleppend beim Klimaschutz vorankommt. Noch am Sonntag nach der Klimawahl waren die Klima-Ankündigungen mal wieder groß, doch heute gibt es nur einen vagen Verweis auf eine Grundsatzentscheidung im Herbst. Das überzeugt nicht.

Die Klimakrise spitzt sich zu, die Zeit drängt. Wir haben kein Erkenntnis, sondern ein Handlungsdefizit. Wir fordern ein Klimaschutzgesetz, einen raschen Kohleausstieg, den Umstieg auf emissionsarme Mobilität sowie eine nachhaltige Landwirtschaft. Ergänzend dazu braucht es einen CO2-Preis, damit klimaschonendes Verhalten sich lohnt. Die Bürgerinnen und Bürger wollen mehr Klimaschutz - nicht erst in einem Jahr, sondern sofort."

Weitere Informationen: www.gruene-bundestag.de

Redaktion: Melita Tuschinski, Dipl.-Ing.UT, Freie Architektin, Stuttgart, Herausgeberin Experten-Portal www.EnEV-online.de

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Melita Tuschinski, Dipl.-Ing. UT Austin, Freie Architektin, Stuttgart